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Bockwindmühle (deutscher Typ)
Im 13. Jahrh. aufgekommen. Das aus Holz bestehende Haus mit dem Flügelrad und dem Mahlwerk steht auf einem Bock und wird auf einem Zapfen in den Wind gedreht Die Flügel wurden mit Segeltuch bespannt oder mit jalousieartigen dünnen Brettern versehen. |
| Galeriehölländer Hohe Turmwindmühle mit einer hölzernen oder gemauerten Galerie, von der aus die Flügel erreichbar sind, um sie zu besegeln.
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Holländer-Mühle
Wurden ab dem 15. Jahrh. als fest stehende Türme aus Holz oder Stein gebaut. Nur
die als Dach dienende Haube mit demFlügelrad war auf Rollen drehbar.
Kokermühle
auch Wippmühle genannt, ist eine holländische Weiterentwicklung der Bockmühle.
Statt eines hölzernen Ständers hat sie einen gemauerten Unterbau, in dem die
Mahlgänge untergebracht sind. Der Mühlenkasten enthält nur noch die Flügelwelle
und die beiden Kammräder. Die Kraft wird über die Königswelle, die in einem
eichenen Hohlzylinder, dem Koker (Köcher), geführt wird, nach unten geleitet.
Kasten und Flügel lassen sich jetzt viel leichter in den Wind drehen.
Im Rheinland gibt es nur noch eine Mühle dieser Bauart, die in Walbeck.
Stert, Steert, Stertz
Baumstarker Hebelarm, der bei bei der Bockmühle vom Kasten bis zum Boden, bei
der Turmmühle je nach Höhe von der Haube bis zur Galerie oder bis zum Boden
reicht. Mit ihm kann mit Muskelkraft oder mit einer Winde das Flügelkreuz in den
Wind gedreht werden.
Turmwindmühle (holländischer Typ)
Auf einem, meist steinernen Turm, wird
die Haube mit den Flügeln in den Wind gedreht.
Steht der Turm auf flachem Boden spricht man von einem Erdholländer, steht er
auf einer Erhöhung, Hügel, Aufschüttung oder breitem gemauerten Sockel sagt man
Bergholländer.
Ventikantenflügel nach Bilau.
| Ursprünglich waren in Mitteleuropa Windmühlenflügel mit Segeln bespannt. Um diese zu setzen, mußte die Mühle viermal anhalten, damit jeweils ein Flügel senkrecht nach unten stand. Etwas bequemer wurde es mit den, im 18. Jahrhundert in England erfundenen, Jalousieflügeln mit drehbaren Klappen. |
| Zu beginn des 20. Jahrhunderts begannen
der Windkrafttechniker Triller sowie der Ingenieur und Fliegeroffizier
K. Bilau strömungsoptimierte Flügel zu bauen, um
elektrische Energie zu gewinnen. Triller versorgte 1912 sein Haus in
Berlin-Marzahn mit Strom aus einer Windkraftanlage. Bilau entwickelte 1920 bis 1924 einen
zweigeteilten Aluminium Flügel. Der vordere Teil, das Bugheck, hatte eine aerodynamische
gestaltete, sich nach außen verjüngende, Kante. Er nannte sie Ventikante von lat.
ventus der Wind. Das Hinterheck konnte um die Längsachse geschwenkt werden. War
das Heck geschloßen, wirkte es als Segelfläche, aufgeklappt als Bremse. Die
Mühle konnte auf diese Weise bei voller Windstärke angehalten werden. |
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Wippmühle.
siehe Kokermühle.
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